11.September bis 9. Oktober 2016

„gemalte Schatten zählen doppelt“

Anne Doris Borgsen

Die Welt der Dinge in der Malerei von Anne Doris Borgsen ruft Erinnerungen wach. Zugleich unterscheidet sie sich deutlich von den Ästhetik glatter Oberflächen und runder Formen, die vor allem in der heutigen durchdesignten, technischen Produktwelt vorherrschend sind.  Obwohl die Objekte in der Welt von Borgsen sich in ihrem schattenhaften Dasein einer endgültigen Deutung entziehen, behaupten sie gleichzeitig mit ihrer haptischen Qualität und Leuchtkraft vehement ihre Existenz. Darin ähneln sie den Graffit], die in den öffentlichen Raum hereinbrechen und damit das System der „terroristischen Macht der Medien, der Zeichen und herrschenden Kultur“ stören. Borgsens Malerei ist in einer Zeit glatter Oberflächen  daher vor allem eines – Signatur und Spur eines Individuums, die nicht nur der Beobachtung der Welt sowie der eigenen Wahrnehmung oder und zugleich Störung, sondern außerdem der Vergewisserung der eigenen Existenz dienen.

(Text: Friederike Fast, Museum Marta)

 

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, dem 11.September 2016, um 17.00 Uhr in der Städtischen Galerie Alte Lederfabrik.

Finissage der Ausstellung am 9.10. – 18.00 Uhr mit  Musikern des Ensembles Freie Musik.

 

( Foto: Malte Nies)

Das EFM ist eine Gruppe von Musikern/innen, die in offenen, absprachelosen Spielprozessen miteinander musizieren. Die Musik ist frei improvisiert, sie entsteht im Augenblick, ohne vorherige Festlegungen jeglicher Art. Ausschlaggebend sind die Bereitschaft und Fähigkeit aller Beteiligten, fortwährend eigenverantwortlich musikalische Entscheidungen zu treffen, umzusetzen und dabei gleichzeitig zuhörend den von allen Akteuren gemeinsam hergestellten Klangkosmos wahrzunehmen und durch die eigenen musikalischen Impulse mitzugestalten. Es wird gleichsam kollektiv aus dem Moment heraus komponiert, die entstehende Musik ist einmalig – sie kann niemals in gleicher Weise wiederholt werden.
Die Anfänge des EFM reichen in die 80er Jahre zurück, räumliche Ausgangsbasis und kulturelle Heimstätte ist der Bunker Ulmenwall in Bielefeld. Derzeit besteht das Ensemble aus neun Musikern/innen aus Bielefeld, Gütersloh und Halle/W.
Zum Abschluss der Ausstellung von Anne Doris Borgsen in der Städtischen Galerie Alte LederFabrik in Halle/W., werden drei der neun Musiker aufspielen: Wolfgang Röhrig, Stimme oder elektrische Gitarre – Peter Schwieger, Synthesizer und elektronische Geräte – Hans W. Specht, Tenorsaxophon und andere Klangerzeuger.

 

     Öffnungszeiten:
     Sa. 11.00-18.00 Uhr und So. 15.00-18.00 Uhr
     und nach telefonischer Vereinbarung: 05201/183-164